Mannschafts-Fernreise der 1. Herren – Sommer 2013

Wie jedes Jahr hatte die Erste auch dieses Jahr soviel Geld in die Mannschafts-Kasse eingespielt – kein Wunder bei der schlechten Saison und den hohen Preisen pro Satzverlust – dass vor knapp 2 Wochen die Mannschaftsreise anstand. Nachdem man sich im letzten Jahr das WM-Rivival Quartier der Deutschen Fußballnationalmannschaft von 1990 in Weilrod (Erbismühle) ausgesucht hatte – die Ausstattung und Einrichtung entsprach übrigens exakt und unverändert jener Zeit – sollte das diesjährige Quartier noch näher und schöner sein und zwei weitere Bedingungen erfüllen.

  1. Mit dem Fahrrad erreichbar (zumindest für Geübte)
  2. Bei Bedarf PKW-Heimfahrtmöglichkeit noch nachts

Mit der Hochtaunus-Weltstadt Riedelbach (435m ü.d.M, 1025 Haupteinwohner, 24 Einwohner mit Nebenwohnsitz und 7,4 Grad dH – deutsche Wasserhärte), die vor dem 12. Jahrhundert entstanden ist und bis 1520 noch Rottelbach hieß, war der perfekte Ort schnell gefunden.
Riedelbach
Weilrod-Riedelbach im Hochtaunus

Die erste (Rad)-Option hat unser Oldie Rolf in Anspruch genommen, bei hochsommerlichen über 30 Grad eine beachtenswerte Leistung. Die zweite Option haben aus biorhythmischem Grund Markus und aus solidarischem Grund Martin beansprucht. Besonders die Solidarität von Martin war den einsam und alleine zurückgelassenen 4 Spielern der Ersten hoch willkommen. Ist man doch zu zweit nachts gegen die lauernden Gefahren von Wegelagerern, betrunkenen Disco-Besuchern und Wildschwein- oder Motorradrotten in dieser unwirtlichen Bergregion des Hochtaunus wesentlich besser gewappnet und damit unser Spitzenspieler auch entsprechend besser geschützt. Aus o.g. und umwelttechnischen Gründen, bestand unser Fuhrpark somit am Zielort bei 6 Personen aus 5 Fahrzeugen (3 PKWs und zwei Fahrräder, eines davon im Kofferraum) – ‚Green TT‘ lässt grüßen.

Unser Fun-Hotel Sonnenberg, wie es auf der eigenen Webseite genannt wird und von einigen – oder auch nur einem – aus unserer Mannschaft schon seit letztem Jahr präferiert wurde, kam nicht ganz an den morbiden 90er Jahre-Charme der Erbismühle heran, aber diesem doch verdammt nahe. Die luxuriöse Zimmerausstattung (2 Zoll Röhren-TV, Wellness Plastik-Duschwanne mit integriertem Radio und modernste Durchliege-Matratzen) sorgte für ‚Wohlfühl-Klima‘ pur. Zum Haus gehört auch noch ein eigenes Casino/Disco im Keller mit Tischkicker, Bowling, Kegel, Billard, Carrera-Rennbahn, Flipper und leicht moderigem Geruch. Dank der Hotelauslastung von maximal 2-3 % hatten wir dieses an zwei Abenden ganz für uns alleine.

Einem sehr harmonischen und lustigen Wochenende stand auf Grund dieser exzellenten Voraussetzungen nichts mehr im Wege. Nachdem am Ankunftsabend, Karten spielen, Tischkicker, Würfeln, Billard und Bowling auf dem Programm standen, folgte am Samstag der gemeinschaftliche Tages-Wanderausflug in die nahe liegenden Bergregionen zur Freude (fast) aller. Nach dem Frühstück gut gestärkt waren immerhin 9 km mit 181 Höhenmetern bei über 30 Grad plus zu bewältigen. Genau nach der Hälfte der Distanz wurde dann locker noch 18 Loch Golf gespielt, bei dem Rolf gleich 2 HIO – Hole in One (oder war es nur Mini-Golf?) gelangen! Mit anschließendem Eis-Essen in Usingen, Schwimmen im hoteleigenen Hallenbad oder wahlweise Kartenspielen und Lesen ging das Nachmittagsprogramm zu Ende.

Für den Abend hatten wir uns das wirklich empfehlenswerte Restaurant Landgasthof zur Linde auserkoren, in dem im letzten Jahr schon sehr gut gespeist wurde. Die exakte Kopie des Vortag-Abendprogrammes rundeten das äußerst gelungene, harmonische und nette gemeinsame Wochenende ab, wenn auch mit einem kleinen Wermutstropfen: Aus anfangs erwähnten Gründen verließen uns Markus und Martin noch in der Nacht gegen 2:00 Uhr. Entsprechend wehmütig, traurig und verstört haben wir restlichen vier am nächsten Morgen unser Sonntags-Frühstück eingenommen.

Selbstverständlich freuen wir uns alle aufs nächste Jahr, auch wenn dann deutlich weniger Geld in der Mannschaftskasse sein sollte. Ich bin jedenfalls gespannt ob es uns gelingt, ein noch entfernteres Reiseziel zu finden und die Zahl der gemeinsam An- oder Abreisenden noch weiter zu reduzieren.

Impressionen vom Ausflug in der Galerie!

 

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