Wichtiges und umkämpftes 9:6 gegen TuS Breithardt

Das Fazit am Anfang: Auch mannschaftsinternes ‚Gezicke‘ kann, wenn richtig kanalisiert, die Wende bringen! Doch der Reihe nach:

Vor Spielbeginn standen die Vorzeichen auf einen möglichen Heimsieg eigentlich gut, da Breithardt auf ihre Nummer 1 Philipp Bodenheimer verzichten musste und bei uns Dauerurlauber, Dauerruheständler und Dauerpunktelieferant Rolf Mätz wieder mit dabei war. Allerdings war sein Gastspiel sehr kurz. Sein gerade zu Ende gegangener 4-wöchiger Südafrika-Urlaub mit Sonnendauerbestrahlung, exzellenten Weinen und dem vielen frischen Fisch hat ihn so geschwächt (vielleicht eine Alkohol-Eiweiß-Intoleranz?), dass er erst mal einen mehrwöchigen Ski-Urlaub zur Erholung benötigte. Da die Fahrt direkt nach dem Spiel losgehen sollte, zog er seine Spiele vor und war nach gut einer Stunde bereits verschwunden – allerdings nicht ohne uns zwei Einzelsiege zu hinterlassen. Ski Heil, lieber Rolf!

Der Beginn der Partie startete allerdings nicht wie gewünscht. Überhaupt erst zum dritten Mal in der gesamten Saison gingen alle drei Eingangsdoppel verloren. Herrchen/Götz (zu diesem Zeitpunkt noch trotz der Niederlage in gewohnter Harmonie) verloren mit 0:3 gegen Petri, S./Thiele, allerdings drei Mal in der Verlängerung. Kreidel/Neiter hatten zwar nach klarer 2:0 Satzführung gegen Reschke/Grünewald den Sieg vor Augen, verloren aber am Ende mit 2:3 und Perger/Mätz standen gegen Petri M./Petri S. beim 1:3 auf verlorenem Posten.
Damit ging es also mit einem ‚komfortablen‘ 0:3 Rückstand in die Spitzeneinzel. Markus Kreidel, seit einiger Zeit in stark aufsteigender Form, gewann klar mit 3:0 gegen Wolfgang Reschke, Peter Herrchen verlor allerdings ebenso klar mit 0:3 gegen Sebastian Petri, da er auf das sichere und variable beidhändige Topspin-Spiel einfach kein Gegenmittel fand. Nun war unser mittleres Paarkreuz an der Reihe und Martin Perger konnte Lars Thiele mit 3:1 sicher in Schach halten. Beim 2:4 Rückstand musste nun unser ‚Doktor‘ Klaus Götz, mein sehr geschätzter Freund und Doppelpartner an den Tisch. Wie so oft war sein Spiel von Höhen und Tiefen geprägt: Er kämpfte sich nach 1:2 Satzrückstand im 4. Satz nach 5:9 noch mit 15:13 in den Entscheidungssatz, den er dann allerdings sang-, klang- und von außen ohne intime Kenntnis seiner TT-Psyche betrachtet,  wehr- und lustlos mit 2:11 gegen Mario Petri verlor. Entsprechend frustriert nahm Klaus auf der Bank platz.
Da Rolf Mätz seine beiden Spiel bereits vorgezogen hatte (jeweils 3:0 gegen Jörg Petri und Reiner Grünewald) und Heinz-Dirk Neiter ziemlich chancenlos bereits gegen Jörg Petri mit 0:3 verloren hatte, waren direkt nach dem mittleren Paarkreuz die Spitzeneinzel wieder gefragt. Peter Herrchen und Markus Kreidel gingen praktisch zeitgleich an die Tische. Ich (Peter Herrchen) hatte im ersten Satz auch keinen guten Lauf, war über eine vermeintliche Schiedsrichterfehlentscheidung genervt und ließ mich nach hoch verlorenem ersten Satz (3:11 gegen Reschke) zu der ’netten‘ Aussage: ‚Da kann ich ja eigentlich gleich schenken wie Klaus!‘ hinreißen. Klaus wiederum, immer noch sehr frustriert, quittierte das mit einem ‚freundlichen‘: ‚Du Piss-Nelke, dann kann ich ja auch gehen und Du kannst ruhig abschenken!‘ an mich gerichtet, knallte die Hallentür zu und verließ das Spielgeschehen samt Sporttasche! Dies motivierte mich und scheinbar auch das ganze Team wiederum ungemein. Denn nicht nur ich gewann die Folgesätze gegen Wolfgang Reschke glatt und damit das Spiel mit 3:1, sondern auch Markus Kreidel erkämpfte sich nach einen 0:2 Satzrückstand gegen Sebastian Petri noch einen 3:2 Sieg. Klaus und ich hatten uns inzwischen längst wieder gegenseitig entschuldigend, lachend und umarmend versöhnt, wir gaben aber ab diesen Zeitpunkt keinen Punkt mehr ab und gewannen nach dem 3:6 Zwischenstand am Ende mit 9:6, nachdem auch Martin Perger glatt mit 3:1 gegen Mario Petri und Heinz-Dirk Neiter mit 3:0 gegen Reiner Grünewald gewonnen hatte!
Mit nun 13 Pluspunkten auf Tabellenrang 8 liegend und 8 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ist das Saisonziel Klassenerhalt eigentlich erreicht, wenn auch rein rechnerisch und theoretisch bei den 7 ausstehenden Spielen noch etwas ‚anbrennen‘ könnte.

Quintessenz: Auch richtig ‚Rumzicken‘ will gelernt sein.

 

1. HerrenPermalink

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