Knappe Auswärtsniederlage in Schierstein

Gegen ersatzgeschwächte Schiersteiner waren ein oder sogar zwei Punkte zum Greifen nahe, letztlich hat es wieder nicht ganz gereicht, den ersten Saisonpunkt einzufahren:

 

Auf Grund der Handball-EM mit etwas Verspätung gestartet, ging es mit 1:2 nach den Doppeln in die Einzel. Götz/Herrchen unterlagen nach gutem Spiel und 3 vergebenen Satzbällen in den Sätzen 2 und 4 knapp mit 1:3 gegen das Spitzendoppel der Gastgeber, Thiele/Brodowy. Kreidel/Neiter, im Doppel derzeit uninspiriert, unterlagen ebenfalls mit 1:3, während das Oldie-Doppel Perger/Mätz gegen Simon/Schenk erneut überzeugte und sicher mit 3:1 siegte.

Im vorderen Paarkreuz gewann Kreidel mit guter Leistung gegen Müller (11:8 im 4. Satz), Perger unterlag Thiele deutlich mit 0:3. In der Mitte konnte Peter Herrchen trotz Handicap gut mithalten und unterlag in 4 Sätzen. Götz besiegte erstmals seit Jahren Angstgegner Jörg Sundermann nach 2:0 Satzführung und spannendem Spiel in 5 Sätzen. Im hinteren Paarkreuz gewannen sowohl Dirk Neiter als auch Rolf Mätz jeweils 3:1 gegen Simon und Schenk und brachten uns mit 5:4 in Führung.

Hoffnungsvoll ging mit dieser Führung im Rücken in die Spitzeneinzel. Martin Perger lag zunächst scheinbar aussichtslos 0:2 nach Sätzen zurück, drehte aber nach gewonnenem 3. Satz das Spiel und steigerte sich im 4. Satz erheblich. Das Spiel kam aber dann Mitte des 4. Satzes minutenlang ins Stocken, weil sowohl die Spieler als auch der Schiedsrichter (Rolf Mätz), kurzzeitig ins Grübeln über die (seit inzwischen mehr als 10 Jahren) geltende Aufschlagregel gerieten und das Spiel erst auf Zuruf von Außen fortgesetzt werden konnte – allerdings mit dann reichlich überflüssigen Nickligkeiten . Diese gipfelten dann damit, das Sportkamerad Müller, immerhin Mannschaftsführer der Gastgeber, mit voller Absicht und (Vorhand-)Wucht den letzten Ball des Satzes in Richtung Kopf seines Gegenspielers schoss, dann wutentbrannt die Halle verließ und Gegenspieler ebenso wie Mitspieler rätselnd darüber zurückließ, ob er gedenke, das Spiel im 5. Satz fortzusetzen oder nicht. Dies geschah dann doch noch, leider mit ungutem Ende für Martin, der trotz Führung den letzten Satz mit 8:11 abgeben musste.

Damit war das Spiel wieder gedreht, Schierstein führte 6:5. Götz konnte nach wechselhaftem Spielverlauf durch einen 5-Satz-Sieg gegen Brodowy ausgleichen, Sundermann stellte den Vorsprung mit einem Sieg gegen Herrchen wieder her.

Im hinteren Paarkreuz erhofften wir noch einmal 2 Siege, nachdem Mätz sicher mit 3:0 gegen Schenk gewann und Dirk Neiter gegen Simon schon scheinbar mit einem 2:0 Satzvorsprung auf der Siegerstraße war. Doch Sven Simon konnte das Spiel drehen und gewann – im 5. Satz dann klar – noch mit 3:2.

Im Schlussdoppel war der Akku leer. Nach 3 vergebenen Satzbällen im 1. und gewonnenem 3. Satz unterlagen Markus und Dirk mit 1:3 gegen das gut eingespielte Schlussdoppel der Gastgeber.

Negativer Schlusspunkt: Der oben schon erwähnte Spieler Müller verweigerte mir bei Unterzeichnung des Spielberichtsbogens den Handschlag mit den Worten: „Zieh ab“. Was den Sportkamerad L. Müller veranlasst hat, sich derart grob unsportlich, jeglichen Anstand und den Mindeststandard mitteleuropäischer Höflichkeitsformen verletzend, zu verhalten, bleibt sein Geheimnis. Ich habe jedenfalls derartiges in meiner fast 50-jährigen aktiven TT-Zeit noch nicht erlebt. 2 Spiele Pause würden dem Spieler sicher gut tun, um den Adrenalin- und Testosteron-Spiegel wieder auf ein sozialverträgliches Maß zu reduzieren.

Fazit für uns: nach unseren, inzwischen sehr reduzierten Maßstäben ein gutes Spiel; wenn es so weiter geht, werden wir mit Anstand aus der Klasse verabschieden.

 

 

1. Herren, AktivePermalink

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