Nur am Rande dabei und doch mittendrin – Unnötiges 8:8 gegen TV Eibingen

Etwas Wehmut ist schon dabei, wenn man seinem Team aus verschiedenen Gründen aktuell spielerisch nicht helfen kann den Klassenerhalt zu sichern. Aber mental versuche ich zumindest bei jedem Heimspiel meine Jungs von jenseits der Spielfeldumrandung zu unterstützen. Galt es doch gestern, wichtige Punkte gegen den Abstieg einzufahren. Der Gegner hieß TV Eibingen, der in der Vorrunde nur einen einzigen Punkt geholt, aber die ersten beiden Spiele der Rückrunde bereits gewonnen hatte. Unser Team trat im Prinzip in Bestbesetzung (mit dem besten Spieler der Zweiten, Oli Held) an. Als ich ca. 10 Minuten nach Spielbeginn in die Halle kam (sorry Jungs) und Oli fragte wie es aussieht, sagte dieser ‚Gut, beide Doppel haben den ersten Satz gewonnen!‘. Es schien also alles nach Plan zu laufen. Unser Einser-Doppel Kreidel/Mätz gewann ziemlich ungefährdet mit 3:1 gegen Schäfer/Jäck. Unser Doppel Götz/Pietsch startete ebenfalls vielversprechend, musste sich aber noch den ersten gewonnen Satz im zweiten knapp mit 11:13 gegen Bendiek/Lebensky V. beugen. Danach lief nur noch wenig zusammen und es hieß am Ende 1:3. Unser 3er-Doppel Neiter/Held startete ebenfalls verheißungsvoll mit 11:9 im ersten Satz. In der Folge sollte beide aber das gleiche Schicksal wie Götz/Pietsch ereilen. Mit 1:3 ging das Doppel gegen Lebensky U./Kadhim verloren.

TTR-Tiefpunkt

Markus Kreidel, der so lange meine Erinnerung der letzten Jahre zurückreicht, meist sehr passiv mit seinem Rückhand-Anti-Spiel agierte und diese Spielweise von gelegentlichen ungenauen Vorhand-Topspins und passend dazu lauten Unmutsbekundungen unterbrach, schien wie ausgewechselt und fertigte Viktor Schäfer chancenlos mit knallharten Vorhandschlägen 11:2, 11:5 und 11:6 ab. Auch die sich sonst oft einschleichende Lässigkeit bei hoher Führung war dieses Mal nicht festzustellen. Als ich Markus nach dem Spiel fragte, wo die Wandlung plötzlich herkommt, war seine Antwort verblüffend einfach. ‚Ich bin mit meinem TTR-Wert inzwischen auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen und das will ich nicht akzeptieren!‘, so Markus. Dass sein Sohn Moritz inzwischen 100 TTR-Werte vor ihm liegt, mag ihn in der Winterpause und beim langen Nachdenken in der Langlauf-Loipe die letzten Wochen zusätzlich angespornt haben. Apropos Tiefpunkt: Dafür sollte später auch ein Spieler von Eibingen sehr unrühmlich sorgen, doch dazu später mehr.

Nach dem 2:2 Zwischenstand war nun der Einsatz unseres Käpt’ns gefragt. Er musste gegen die Nummer 1 von Eibingen, Robert Bendiek, antreten. Um meinerseits wenigstens minimal aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen, begab ich mich auf den Stuhl des Unparteiischen, um das Spiel meines Freundes Klaus zu zählen. Offenbar ob dieser Tatsache beflügelt, gewann er doch recht klar mit vielen guten und sehr aggressiven Vorhand- und Rückhand-Topspins mit 3:1. Nachdem anschließend Tobi Pietsch mit 3:2 Vincent Labensky niederrang und Heinz-Dirk Neiter im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich erleichtert aufspielte und – zwar in den Sätzen knapp – aber dennoch mit 3:0 gegen Steffen Jäck gewann, schien beim Stande von 5:2 für unser Team alles nach Plan zu laufen. Oldie Rolf Mätz war nun gefragt, der gegen den Ersatzmann von EIbingen, die Nummer 2 der Zweiten, Armin Kadhim, anzutreten hatte. Rolfs Pech, dass Kadhim exakt nur zwei sehr unorthodoxe Schläge beherrscht. Ein Rückhand-Stocherball mit langen Noppen, den er auch von der Vorhand spielt und bei entsprechender Gelegenheit einen Vorhand-Schuss. Rolf hasst diese Spielweise wie die Pest und konnte seinerseits mangels fehlendem eigenen Angriffsball der Spielweise nichts entgegensetzen. Er mühte sich redlich, verlor aber am Ende mit 9:11, 6:11 und 10:12.
Leider erwischte auch unser Oli keinen guten Tag und hatte keine Chance gegen den sicherlich nicht mit Fairness-Pokalen überschütteten Spieler Udo Labensky. Nachdem bis hierher bereits einige Spieler von Eibingen mit verschiedenen Provokationen glänzten, sollte jener Udo Labensky gegen Ende des Spiel wirklich jede Beherrschung verlieren und sehr unfair agieren mit Reinrufen ins Spiel, mit Bravo-Rufen bei Füchsen, ständig falsche Aufschläge monierend und mit Beschimpfungen unserer Spieler. Auch meine Deeskalationsversuche von außen blieben ohne Erfolg. So macht ein TT-Abend nicht wirklich Spaß! Schade, dass sich manche TT-Spieler einfach nicht im Griff haben.

Beim Zwischenstand 5:4 war nun der wiedererstarkte und voll motivierte Markus an der Reihe. Und wie konnte es an diesem Abend anders sein: Er schickte auch Robert Bendiek mit dreimal 11:6 chancenlos vom Tisch. Klaus Götz, der wirklich einen sehr guten Tag erwischt hatte, konnte sowohl kämpferisch wie spielerisch überzeugen und hatte beim 10:9 im 5. Satz gegen Viktor Schäfer Matchball bei eigenem Aufschlag. Leider entschied er sich in dieser Situation aber für die falsche Aufschlagvariante, die sein Gegner mit einem direkten Vorhandtopspin-Return quittierte. Damit verlor Klaus etwas unglücklich mit 11:13 im 5. Satz. Nachdem auch Tobi Pietsch, noch etwas von einer gerade überstandenen Magen-Darm-Grippe geschwächt, ebenfalls im 5. Satz gegen Steffen Jäck verlor, war das Match bei 6:6 wieder ausgeglichen. Aber auf Heinz-Dirk Neiter, der in der letzten Zeit viel Balast abgeworfen hat, war Verlaß. Er gewann mit gutem Angriffs- und Blockspiel gegen Lebensky V. locker und leichtfüßig mit 3:0. Rolf Mätz musste nun gegen den schon oben unrühmlich erwähnten Udo Labensky antreten und fertigte diesen glatt mit 3:0 ab. Dabei ließ sich Rolf auch nicht von Labenskys minutenlangen Beschimpfungen in Richtung Oli Held am Nachbartisch im letzten Satz aus der Ruhe bringen. Ob das wohl seiner schon ganz langsam beginnenden Altersmilde geschuldet ist?

Somit schien unser Team mit 8:6 wieder auf der Siegerstraße zu sein. Leider knüpfte im letzten Einzel Oli nahtlos an seine Leistung des ersten Einzels an und hatte mit 0:3 gegen den Materialspieler Kadhim keine Chance.
Also musste und sollte es unser Spitzendoppel Kreidel/Mätz gegen Bendiek/Lebensky V. richten. Es war und blieb zwar ein knappes Spiel, aber letztlich gewannen sportlich verdient das Eibinger Doppel mit 3:1, allerdings nicht ohne eine wirklich unnötige letzte Provokation von Bendiek: Er kommentierte beim Stande 9:10 im letzten Satz, als Rolf den Schläger nach einem Fuchs etwas verärgert kurz auf seine eigene Tischhälfte fallen ließ, dies provozierend fragend mit dem Wort: ‚Aufgabe?‘

Fazit dieses langen und wenig amüsanten TT-Abends
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Eine gegnerische Mannschaft, die ständig provoziert hat und auf die man verzichten kann.
Ein Punkt, der eindeutig zu wenig ist.
Eine sehr gute Leistung unserer Nummern 1-4, die hoffen lassen.
Eine eklatante Doppelschwäche, an der es zu arbeiten gilt, ggf. mit Umstellungen.
Ein super Wirt Dirk in unserem Vereinslokal Kladderadatsch, der uns auch gegen Mitternacht noch bekocht hat.

Ich bin sicher Jungs, dass Ihr im Abstiegskampf besteht. Ich werde weiterhin als Randnotiz(-Schreiber), aber trotzdem mittendrin bei Euch sein. Die nächsten lösbaren Heimspiel-Aufgaben mit Oberjosbach und Nordenstadt folgen schon in zwei, bzw. drei Wochen!

1. Herren, AktivePermalink

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